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André Klee










Malermeister André Klee

Eine wahre Geschichte, die nur das Leben schreibt oder
Wie wird man im 21. Jahrhundert Malermeister?


Ein Traumberuf

Die Suche nach dem richtigen Job nach der Schule war auch für mich eine Herausforderung: Es sollte ein deutsches Top-Unternehmen sein, wo ich meine Ausbildung machen wollte, mit großer Perspektive für eine steile Karriere.

Als ich die Einladung von einem großen Automobilhersteller in Süddeutschland zum Vorstellungsgespräch in den Händen hielt, schienen sich meine kühnsten Träume zu erfüllen.

Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen!


Auf nach München

So geschah es, dass ich an einem Freitag im Dezember 1999 mit großen Augen und klopfendem Herzen vor einem Pförtner am Werkstor 1 in München stand und sagte:

„Mein Name ist André Klee aus Berlin, ich habe einen Vorstellungstermin um 10.00 Uhr
im Ausbildungszentrum."


Nach 2 Telefonaten öffnete sich die Klappe und der Pförtner übergab mir einen Zettel
mit der Anweisung, mich im Haus 5 zu melden. Ich schlenderte quer über das schöne Firmengelände, vorbei an den vielen tollen Autos, die man scheinbar alle für mich dorthin gestellt hatte.


Die Nummer mit der Nummer

Ich erreichte Haus 5 und sagte höflich: „Mein Name ist André Klee aus Berlin, ich habe einen Vorstellungstermin um 10.00 Uhr ..."

Weiter kam ich nicht, denn die Empfangsdame unterbrach mich und fragte mich nur
kurz und knapp nach einer Nummer.

Ich verstand nicht.

Mürrisch wiederholte die Empfangsdame: „Ihre Nummer!"

Ich verstand wieder nicht. Sie wiederholte: „Ihre Nummer - steht auf dem Zettel!"

Tatsächlich stand auf dem Zettel eine 6-stellige Zahl. Ich sagte sie ihr. Sie zeigte auf ein großes Gebäude auf der anderen Seite, wo ich mich melden sollte.

Dort angekommen wollte ich gerade ansetzen: „Mein Name ist ..." als mir schon die Frage entgegenschlug: „Welche Nummer haben Sie?“

Ich antwortete nicht, drehte mich langsam um und ließ die Sekretärin stehen.


Bitteres Erwachen

Mir schoss es durch den Kopf: eine Nummer, das ist alles was hier interessiert!
Du bist reduziert auf eine Nummer! Meine Schläfen puckerten nur so, Wut stieg in mir hoch und nur mit Mühe konnte ich meine Tränen unterdrücken.

Mein Traum war zerplatzt.

Wie ferngesteuert verließ ich das Firmengelände. Wie ich zum Hauptbahnhof gekommen bin, weiß ich auch nicht mehr. Der nächste Zug fuhr zwar einen Umweg über Frankfurt zurück nach Berlin, aber egal, Hauptsache weg!


Der (Um)Weg ist das Ziel

Nur ganz langsam beruhigte ich mich und mein Verstand wurde wieder klar. Was aber nun? Ich griff nach dem dicken Wälzer über deutsche Ausbildungsfirmen, den ich aus Berlin mitgenommen hatte.

Die großen deutschen Firmen überblätterte ich schnell und blieb hängen bei einer Firma Treibs aus Frankfurt. Ich habe nur die Überschrift gelesen Diplom Betriebswirt Fachrichtung HANDWERK also -> Handwerk = kleine Firma, Familie. Was ich dort las über das Angebot einer dualen Ausbildung zur Führungskraft im Handwerk hörte sich sehr gut an.

Ich fragte den Schaffner, ob wir in Frankfurt halten, und ob ich mit einem späteren Zug meine Fahrt nach Berlin fortsetzen könne. Da er alles lachend bejahte, entschloss ich mich spontan in Frankfurt auszusteigen.


Happy End

Der Rest ist schnell erzählt: Herr Treibs war so begeistert von meiner Spontanität, dass er mir nicht nur einen Ausbildungsplatz gab, sondern ich dort auch meinen Meister machen konnte. Von ihm habe ich die "Liebe zum Handwerk" gelernt. Bis heute halten wir einen engen, fast freundschaftlichen Kontakt.

» www.treibs.de

Diese wahre Geschichte erzähle ich Ihnen, weil mir ein enger, persönlicher Kontakt zu Kunden, aber auch zu Lieferanten ganz besonders wichtig ist.

Und eines garantieren wir Ihnen: Sie können alles bei uns sein, aber bestimmt KEINE NUMMER!